Über uns

Die Entwicklung von der Jagdgesellschaft Müggelsee zur

Jägervereinigung Berlin-Müggelsee e.V. 


Anfang der 1960er Jahre ist ein maßgeblicher Grundstein für die Entwicklung des Jagdwesens in der damaligen DDR gelegt worden. Die Jagd wurde aus der Zuständigkeit der vormilitärischen Organisation Gesellschaft für Sport   und Technik (GST) herausgelöst und die Bildung von sog. Jagdgesellschaften begann. So entstand auch in dieser Zeit die Jagdgesellschaft Berlin Süd. Aus dieser Jagdgesellschaft wurde am 05.11.1976 die Jagdgesellschaft Berlin-Müggelsee gegründet, die unmittelbare Vorgängerin unserer heutigen Jägervereinigung ist. Bis zum 30.06.1980 bestand das Jagdgebiet der Gesellschaft aus den Revieren Friedrichshagen und Köpenick und umfasste eine Jagdfläche von insgesamt ca. 5 056 ha.
Um die Bewirtschaftung der Fläche zu verbessern, ist ab dem 01.07.1980 eine Neugliederung der Jagdgesellschaft vorgenommen worden. Es bestand nunmehr aus den sechs Jagdgebieten Fahlenberg, Müggelheim, Köpenick, Rahnsdorf, Müggelsee und Friedrichshagen. Für jedes Gebiet war ein Jagdleiter zuständig. Bei ihm mußten die Jäger sich zur Jagd anmelden und erhielten auch eine Waffe. Die Jagdleiter wurden von der Bezirksjagdbehörde nach Abstimmung mit der Volkspolizei, dem Vorstand der Jagdgesellschaft und dem Forstwirtschaftsbetrieb eingesetzt. Jagdleiter waren Jäger, welche diese zeitaufwendige Arbeit nach Feierabend und am Wochenende verrichteten oder die vom staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb eingesetzten Revierförster. 
Die Jagdgesellschaften erhielten mit der Registrierung bei der Kreisjagdbehörde ihre Rechtsfähigkeit. Damit diese erhalten blieb, war es notwendig, die Gesellschaft im April 1990 beim Stadtbezirksgericht als eingetragenen Verein (e. V.) neu registrieren zu lassen. Denn im bundesdeutschen Recht, welches ab dem 03.10.1990 auf dem Gebiet der DDR galt, gab es die Rechtsform der Jagdgesellschaft nicht, sodass die Neuregistrierung als e.V. eben zur Erhaltung der Rechtsfähigkeit notwendig war. Damit wurde seinerzeit eine wesentliche Grundlage für unsere Jägervereinigung gelegt. 

Ab 01.01.1991 sind in Berlin die Forstamtsstrukturen von 1937 eingeführt worden. Dies hatte für die Jagdgesellschaft Müggelsee zur Folge, dass die Reviere Fahlenberg und Müggelheim dem damaligen Forstamt Treptow zugeordnet wurden. Das von der Jagdgesellschaft bis dahin bewirtschaftete Gebiet ist vom Forstamt Friedrichshagen übernommen worden und umfasste mit den Revieren Müggelsee, Friedrichhagen, Köpenick und Rahnsdorf eine innerstädtische Jagdfläche von 3500 ha. Heute sind die o.g. Verwaltungseinheiten dem Forstamt Köpenick, eines von insgesamt vier Forstämtern der Berliner Forsten, zusammengefasst. Als Jagdleiter fungierte der jeweilige Forstamtsleiter und die Jagdausübung wurde als Verwaltungsjagd organisiert. Durch den Erlass einer Jagdnutzungsanweisung hat die zuständige Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz festgelegt, dass die Jagdausübung für die Forstbediensteten des gehobenen und höheren Dienstes Dienstpflicht ist. Dadurch waren die Jagdgesellschaften für die Organisation und Ausübung der Jagd nicht mehr notwendig. Seitdem erfolgt die von Forstleuten betriebene Verwaltungsjagd unterstützt durch private Jäger, die auf der Basis von entgeltlichen Jagderlaubnisscheinen Pirschbezirke betreuen und bejagen. 

Um die von den Mitgliedern der Jagdgesellschaft Müggelsee, begründete Tradition der gemeinsamen Jagd zu pflegen und auch Interessierten nahe zu bringen sowie weiterhin einen Ort der Begegnung und des Erlebnisaustaussches zu erhalten, wurde am 20.03.1992 aus der Jagdgesellschaft Berlin-Müggelsee unsere Jägervereinigung Berlin-Müggelsee e.V. gegründet. 

Mehr Informationen über die Jagd und Jäger um den Müggelsee ist u.a. ausgeführt in der Buchveröffentlichung "Wir Jäger von Berlin-Köpenick" unseres verdienten Mitglieds und langjährigen Vorsitzenden Helmuth Krüger, Forstamtsleiter a. D.

 

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